Buchhalterseele

Falls ich je in die Verlegenheit kommen sollte, mich zu fragen, wie ich nur habe Buchhalter werden können, hätte ich jetzt die Antwort: Für normale Menschen würde an Unerträglichkeit heranreichen, stundenlang diese endlosen Reihen von Namen, Daten und Fundstellen abzutippen.

Da macht man sich Vorstellungen von heroisch anmutenden Reisen in die Vergangenheit durch die Archive der Zeit (schon klar, nur ein Buchhalter bringt es fertig, die Worte „Archiv“ und „heroisch“ in einem Satz unterzubringen) und dann macht man erst einmal nichts anderes, als das, was man sowieso schon den ganzen Tag macht – endlose Datenreihen abzutippen.

Und dann präsentiert man das ganze stolz der Tochter und die fragt dann erst einmal, wie es sein kann, dass da jemand einen Tag vor seiner Geburt Vater werden kann. Wo die das wohl her hat…

Aber dafür ist der erste Teil erst einmal geschafft. Ein paar Fehler müssen noch korrigiert werden. Ein paar der Bilder, die vom Stammbaum gemacht habe, waren ein wenig unscharf, aber das Groh der Daten ist erfasst. Jetzt müssen die ganzen Dokumente, die Siegbert archiviert hat, mit den Personen und verknüpft werden. Damit bekommt das ganze ein Gesicht – Im wahrsten Sinne des Wortes, denn für einige der Personen gibt es auch Fotos.

Leider sind die Kopien und Bilder, die ich von meinem letzten Besuch aus Bodenfelde mitgebracht habe, qualitativ zu schlecht. Ich werde also nochmal hinfahren und alles noch einmal abfotografieren.

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