Friedrich Mascher wurde am 27.01.1871 in Lippoldsberg geboren. Nach dem Besuch des Seminars in Hamburg (1895-1899) war er Pastor in den Gemeinden Schmöln (1899-1904), Bremerhaven-Lehe (bis 1910), Kassel (bis 1921), Göttingen (bis 1927) und Dresden bis er 1941 in den Ruhestand trat.

Er heiratete Hermine Mayer und hatte mit ihr die neun Kinder Arthur (mit 4 Monaten gestorben), Emil, Berta, Herbert, Marie (adoptiert), Wilhelmine, Erich, Ruth und schließlich Rudolf

Insbesondere während der Kriegsjahre des Ersten und Zweiten Weltkriegs, auch nachdem er sich bereits im Ruhestand befand, tat er sich Seelsorger hervor. Er versah seinen Dienst mit großem Engagement und missionarischem Eifer. Er ließ keine Gelegenheit aus, Menschen den rechten Weg zu weisen. Er war sehr engagiert beim Aufbau neuer Gemeinden und war so auch in Kassel maßgeblich am Bau des Gemeindehauses beteiligt.

Hermine starb nach 44 Ehejahren 1943 in Dresden. Während und nach dem Luftangriff auf die Stadt blieb er vor Ort.

Nach dem Krieg kehrte er nach Einbeck zurück, wo er sich weiterhin rege am Gemeindeleben beteiligte, aber auch seiner Reisetätigkeit, während der er in ganz Deutschland umher kam, nachging.

Seine Frömmigkeit wurde durch eine besonnene Nüchternheit, unbeirrbare Pflichttreue und seinen praktischen Sinn geprägt. Durch seine inneren Haltung und sein gründliches Bibelstudium wurde aus Friedrich ein Mann zu dem man aufsah und unter dem sich viele Menschen bekehrten.

Er wurde in Hessen, Sachsen und Hannover zum Vereinigungsleiter berufen und sein abgewogenes, klares Urteil wurde dort, aber auch in anderen Bereichen, immer wieder gesucht und geschätzt. Jahrelang war er Inspektor der „Heiden-Missions-Gesellschaft“ und gehörte dem Vorstand des Diakoniehauses „Tabea“ an.

Er hatte ein feines Aufmerken für die Stimme des Geistes Gottes und konnte in Seelsorge und Gemeindeführung sehr bestimmt auftreten. Sein Andenken blieb unter den Hinterbliebenen als des eines Mannes, der echte Autorität besaß.

Friedrich starb am 07. Dezember 1952 in Einbeck nach kurzer Krankheit als er sich gerade für den Morgengottesdienst rüstete.

Text: Sarah Marie Mascher